Im diesjährigen School Olympics Bewerb „Oberstufe mixed mit Vereinsspielerinnen“ konnte das BRG Bad Vöslau seinen bislang größten Erfolg im Volleyball feiern. Ungeschlagen und ohne Satzverlust sicherten sich die Spielerinnen und Spieler der Oberstufe den Gewinn dieser NÖ Schulmeisterschaft im Finalturnier am 28.4.2022 in der Stadthalle Zwettl.

Über eine regional begrenzte Vorrundengruppe, die noch vor dem Stopp für den Schulsport im Spätherbst ausgetragen werden konnte, und den Erfolg in der Qualifikationsrunde der gesamten Region Ost qualifizierte man sich für das geplante Final-Four Turnier. Durch den Ausfall des BORG Wr. Neustadt, das am Finalturnier nicht teilnehmen konnte, wurde die Endplatzierung dann in einem Dreierturnier jeder gegen jeden ausgetragen. Das BRG Bad Vöslau musste zwar in der Aufstellung improvisieren, weil krankheits- und verletzungsbedingt drei Spielerinnen die Reise nach Zwettl nicht antreten konnten, aber man vertraute trotzdem an die eigenen Stärken und die Chance auf ein gutes Turnier.
Bereits im ersten Match konnte das BRG Bad Vöslau den Grundstein zum späteren Erfolg legen. Das BRG St. Pölten wurde mit 2:0 Sätzen besiegt. Im Spielverlauf gab es konstant eine eindeutige Führung der Thermalstädter, die immer erst gegen Ende der Sätze ein wenig kleiner wurde.
Eine Machtdemonstration war der erste Satz gegen die Gastgeber/innen aus Zwettl. Mit 25:9 ließ man der Volleyballhochburg aus dem Norden Niederösterreichs nicht den Funken einer Chance. Doch so klar der erste Satz verlaufen war, so umkämpft war der zweite. In einem sehr ausgeglichenen Schlagabtausch mit sehenswerten Verteidigungsaktionen auf beiden Seiten, gelang es keinem Team, sich entscheidend abzusetzen. Erst gegen Ende gelang es den Gästen, eine Dreipunkteführung zu erspielen und mit nur mehr zwei fehlenden Punkten auf den Sieg glaubten alle an eine Vorentscheidung. Doch gelang es dem BG/BRG Zwettl mit enormem Kampfgeist diesen Rückstand nicht nur wettzumachen, sondern sogar einen Satzball herauszuholen. In dieser engen Spielphase behielten die Vöslauer/innen jedoch die Nerven und spielten konzentriert und geduldig die nun sehr langen Ballwechsel erfolgreich zu Ende. Mit 27:25 setzte man sich denkbar knapp aber doch verdient durch und durfte den Siegerpokal entgegennehmen.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass alle Spielerinnen und Spieler des erfolgreichen Teams über die Schule den Zugang zum Volleyballsport gefunden haben. Fast alle hatten vor ihrem Eintritt keine oder bestenfalls ganz wenig Volleyballerfahrung, konnten sich aber durch ihren Trainingseifer und den guten Rahmenbedingungen am BRG Bad Vöslau sehr gut weiterentwickeln.

„Der Gewinn dieses Bewerbs hat für mich einen besonderen Stellenwert, weil es eben ein gemischter Bewerb für Mädchen und Burschen ist. Dadurch spiegelt er die Realität in der Schule wider und es kommt nicht zum Sieg jener Schulen, die eng an einen Verein gekoppelt sind, wie das in den geschlechtsspezifischen Bewerben sehr oft der Fall ist. Da es keine offiziellen mixed Meisterschaften auf Vereinsebene gibt, können hier auch kaum taktische Varianten und Spielmechanismen aus der Vereinsarbeit übernommen werden, sondern müssen eben im schulischen Umfeld erarbeitet werden. Dazu kommt noch der klassen- und geschlechterübergreifende Teamspirit, der sich im Training immer mehr entwickelt und die Motivation aller Beteiligten fördert,“ ist Volleyballkoordinator Stefan Dlauhy stolz auf die Leistung seiner Athletinnen und Athleten.

vordere Reihe: Lucy Gray (7ARS), Dominik Fischer (8ARS), Simon Cee (7ARS)
hintere Reihe: Stefan Dlauhy (Coach), Xaver Doblhoff-Dier (7ARS), Hannah Bröthaler (7ARS), Mia Baumgartner (6ARS), Philipp Ruhdorfer (6ARS)
es fehlen aus Krankheits- bzw. Verletzungsgründen: Marija Stankovic (6ARS), Selma Diry (6ARS) und Sophia Auwärter (7ARS)